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Totes Glas: Ein Song spie(ge)lt sich in die Gesellschaft

Der «Arbeitstitel» dieses Songs war «Lebensschule» und das kommt nicht von ungefähr. Inhalt und Substanz des Songs zeigen klar in Richtung «Leben», das (auch «gespiegelt») ohne Bewegung nicht möglich ist. Denn tatsächlich «spiegeln» sich unser Denken und Handeln in den Geschehnissen unseres Umfelds und in den Menschen, die uns umgeben. Und dann fragst du dich wieder «Spieglein Spieglein…», und totes Glas kann nicht antworten, wenn du nicht lebst; will sagen, die Möglichkeiten eines Spiegelbildes sind beschränkt auf das Original, das gilt symbolisch genauso wie in Echt. Hiervon erzählt uns dieser Song, verbunden mit der Aufforderung, zu «leben» um seiner selbst willen und für eben diese «Spiegelungen» im eigenen Umfeld.

Leichter gesagt als getan. Abgesehen von den vielfältigen wissenschaftlichen Erklärungen dazu, müssen wir alle letztendlich selber herausfinden, quasi «am eigenen Leib», was zu «leben» bedeutet. Aber wie das? Wo lernen wir zu leben? Im Elternheim? Eher nicht. An der Schule? Wohl kaum. In der Ausbildung und im Beruf? Allenfalls gibt’s dort Wissen, Erfahrungen und Erkenntnisse zu holen oder man erwartet gleich, dass wir das was uns vorgesetzt wird, übernehmen. Zu fragen ist erwünscht, Hinterfragen wohl eher nicht. Es stellt sich heraus, dass die «Schule des Lebens» zwar überall gern zitiert wird, sich aber nirgends wirklich etablieren kann und selten akzeptiert wird. Die Bewertungssysteme versagen hier kläglich. Beruflich ja, da klappt das ganz gut, als bestünde der Mensch nur aus «Beruf». Darüber hinaus ist sich jeder selbst überlassen, allenfalls gibt’s noch Fachpersonal und Pseudo-«Coaching», um uns Notfallpläne zu vermittelt, für alle Fälle.

So oder so, vieles von dem was wir tun, versickert im Treibsand des Alltags, nicht selten darum, weil Andere einfach (nur) zuschauen und nicht «mitanpacken». Und wie oft versuchen uns genau diese Anderen zu sagen, was wir tun sollen, wie wir’s tun sollen und warum und überhaupt... aber wer will schon fremdbestimmt werden!

Genug der Schulpsychologie… die uns allzu oft ja doch nicht weiterhilft, und rein ins Leben und in den Song, der mit einer Philosophie daherkommt, die sich sehen – und ja, auch hören lassen kann!

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