Geschichten + Presse

Liebe Fans von Herzmond

Als Produzent und Projektleiter von Herzmond habe ich anlässlich einer Erklärung zum Clip von „Totes Glas“, meine Einschätzung dazu geäussert. Im Nachhinein kam mir der Gedanke, diese Eindrücke an euch weiterzugeben; ich bin sicher, sie sind eine gute Ergänzung zum Verständnis über das „wie und warum“ dieses Musikvideos, und ein bisschen auch zum Musikbusiness allgemein.

Der Song und das Video „Totes Glas“ ist unser Einstieg in die Musikszene, und es dauert ganz bestimmt seine Zeit, bis das Ding die Runde gemacht hat (Radio-TV). Dabei ist es mir ein besonderes Anliegen festzuhalten, dass "Herzmond" eine Band ist, die weniger die Jungen (+/- 25 J.) ansprechen wird, sondern eher ihr Publikum in Ü30 finden wird. Das liegt wohl vor allem an der Art und Weise der Message unserer Songs. Nicht dass wir etwas dagegen hätten, von geilen Vibes einfach nur unterhalten zu werden, gute Stimmung zu geniessen, bestimmt nicht. Aber ich bin nun mal überzeugt davon – und es ist meine Vision, dass die Band Herzmond keine rein auf den Beat bezogene Unterhaltungsmusik macht, sondern mit ihrem Sound und ihren Texten den Menschen etwas rübergeben möchte, das mit Leben, Kraft, Hoffnung, Verständnis, Mut und Liebe zu tun hat. Das muss nicht kitschig sein: Herzmond beweist, dass ehrliche und auf das Leben bezogene Texte, musikalisch auch ziemlich trendy daherkommen können. Grönemeyer, Silbermond, Unheilig und wie sie alle heissen, können davon ein Lied singen.

Wir geben mit jedem Song ein qualitativ hochwertiges Produkt auf den Markt, das sein Publikum erst noch finden muss. Dazu muss «Herzmond» aber erst mal bekannt werden. Das wiederum ist Aufgabe der Agentur, welche die Pressearbeit macht; geben wir dem ganzen Prozess also etwas Zeit. Immerhin ist jetzt schon erwiesen, dass die TV- und UKW-Radiostationen Kenntnis von "Totes Glas" und Herzmond haben; inwiefern sie darauf eingehen, es spielen und Interviews oder Auftritte anfordern, wird sich noch zeigen müssen. Newcomer werden branchenüblich erst mal nicht ernst genommen und nach allen Regeln der Kunst ignoriert. Fragt euch mal, warum so manche heute bekannte Band in den Anfängen viele Jahre kommerziell erfolglos war, und solche Bands gibt’s zu tausenden. Auch wenn’s gerne schöngeredet wird, der Musikmarkt ist alles andere als demokratisch. Allein bis du mit deinen Songs überhaupt erst mal an die Leute rankommst, hast du schon alle Kohle verbrannt… Einen Song zu veröffentlichen, das kann heute jeder. Aber da gehst du unter in den Zigtausenden, ganz zu schweigen von der Werbekraft der Grossen im Business, die keinen Platz lässt für kleine Fische, und Newcomer sind in der Regel keine grossen Fische. TV- und Radiostationen und Konzertveranstalter besetzen ihre Sende- resp. Spielzeit grundsätzlich mit bereits etablierten Künstlern, die den Erfolg und die Akzeptanz des Publikums gewissermassen garantieren, weil schon bekannt. Dahinter stecken nicht selten natürlich auch Werbeaufträge und einflussreiche Eigentümer oder Zulieferer, aber das ist eine andere Geschichte.

Zum Video "Totes Glas" möchte ich festhalten, dass es in keiner Weise langweilig ist oder den Anschein macht, "in einer Stube" gefilmt worden zu sein. Dass junge Musikkonsumenten das so sehen können, kann schon mal passieren und das ist ok. Trotzdem, nur weil keine hektischen, schnellen Schnitte im Clip sind, heisst das nicht, der Clip wäre schlecht oder sowas ähnliches. Wichtig ist, dass die grösseren Zusammenhänge offensichtlich sind. Der Clip spiegelt unsere innere Welt in der wir leben; im Video entsprechen die Bilder an der Wand unseren Vorstellungen und Träumen und der Raum ist unser gesamtes seelisches Innenleben, in dem wir uns geistig und emotional bewegen. In gewisser Weise sind wir auch «eingesperrt» in uns… Zum Song selber könnt ihr ja bei «Totes Glas: Ein Song spie(ge)lt sich in die Gesellschaft“ nachlesen.

Repräsentativ entspricht der Clip und seine bescheidene "Geschwindigkeit" unserem Vorgang, auf die Welt und unsere Träume und Vorstellungen zu reagieren resp. mit ihnen zu interagieren. Diese Entsprechung findet statt in der Einheit Clip-Sound-Text-Interpreten. Klar, dass das nicht in die unterste Unterhaltungs-Schublade reinkriecht, sondern seinen Anspruch an das Publikum stellt. Wir dürfen das! Wir dürfen mit Musik auch Ansprüche stellen, nicht nur an uns, sondern auch an das Publikum! Wir machen für niemand anderen Musik als für das Publikum, und das sind die Leute von der Strasse und alle die mitten im Leben stehen, mit all ihren Ups und Downs. Klar machen wir auch ein bisschen Musik für uns; alles was man für andere tut, tut man ja auch ein bisschen für sich.

Auch wenn uns noch einige Steine im Weg liegen (da haben wir’s wieder, «Newcomer»…), die Qualität von "Herzmond" ist hoch und bleibt hoch und das Projekt braucht Zeit. Wir müssen wie alle anderen der Musikszene auch, erst noch "entdeckt" werden! Auf jeden Fall folgen noch weitere tolle Songs, die wir natürlich nicht einfach so hintereinander auf den Markt schmeissen, ein bisschen Ereigniszeit zwischen den Veröffentlichungen tut dem Projekt ganz gut. Sicher ist: Wir werden nur noch besser!

Zum Abschluss noch die Anmerkung, die schon bei «Videos» steht: Der Clip "Totes Glas" wird erst mal exklusiv den Musikvideo-Sendern angeboten und kann daher noch nicht in voller Länge auf Youtube angeschaut werden; klar, dass die Sender kein Interesse hätten, das Ding zu bringen, wenn’s alle schon auf Youtube schauen könnten.

So nun wünsche ich euch allen viel Freude mit «Herzmond», Song für Song.
Francis

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